Rotatorenmanschettennaht

Suture bridgeDie Planung der Operation umfasst die klinische Untersuchung in der Schultersprechstunde, sowie die Auswertung von Röntgen oder MRT-Bildgebung. Bei fehlender MRT-Bildgebung kann eine Ultraschall-Untersuchung während der Sprechstunde Aufschluß über den Zustand der Rotatorenmanschette geben.

Bei jeder Operation der Rotatorenmanschette erfolgt zunächst eine Arthroskopie des Schultergelenks bei dem sich, neben dem Ausmaß der Schädigung der Rotatorenmanschette,  ein Überblick über eventuelle Begleitschäden verschafft wird.

Im Anschluß erfolgt der operative Verschluß der Rotatorenmanschette, bei dem das Ziel eine möglichst anatomische Rekonstruktion der Sehne ist. Dies kann in der Regel mit minimal invasiven Verfahren erreicht werden. Bei diesen wird der Verschluß der Rotatorenmanschette über 4-5 Zugänge von 0,5 - 1cm mit speziellen Instrumenten unter Einbringung sog. Fadennanker erreicht.

 

Operative Behandlung der Rotatorenmanschetten-Massenruptur

Liegen die beiden Enden des Risses der Rotatorenmanschette so weit auseinander, dass ein primärer Verschluß nicht möglich ist, stehen verschiedene operative Behandlungsmethoden zur Verfügung.

  • Muskeltransfer: Zur Überbrückung des Defektes werden  benachbarte Muskeln wie der Latissimus dorsi oder der Pectoralis major Muskelversetzt. Dieses Verfahren findet bei jungen aktiven Patienten Anwendung um eine Verbesserung von Beweglichkeit und Kraft zu erreichen.
  • Arthroskopische Debridement: Es erfolgt eine arthroskopische "Säuberung" des Schultergelenkes ggf. mit Durchtrennung der langen Bicepssehne ohne Verschluss der Rotatorenmanschette. Bei älteren Patienten mit geringem funktionellen Anspruch führt dies zu einer Reduzierung der Schmerzen ohne deutliche Verbesserung der Beweglichkeit.
  • Patch-Implantation: Kann nur ein unvollständiger Verschluss der Rotatorenmanschette erreicht werden oder ist das Sehnengewebe von schlechter Qualität, kann es sinnvoll sein, die Sehnennaht mit einem Patch "Flicken" zu verstärken. Der Patch dient als Schienung der Rotatorenmanschettennaht und wird nach erfolgter Heilung vom Körper aufgelöst.

 

Endoskopisch subacromiale Dekompression

Führt die konservative Therapie des Impingement-Syndroms nicht zum gewünschten Erfolg besteht die Indikation zur operativen Behandlung. Bei der sog. endoskopisch subacromialen Dekompression wird in arthroskopischer Technik der Raum unter dem Schulterdach für die Rotatorenmanschette mit Spezialinstrumenten erweitert, s.d. ein erneutes Einklemmen der Sehne verhindert wird. ist Die Operation umfasst mehrere Schritte:

  • Entfernung des entzündeten Schleimbeutels
  • Ablösung einer verengenden Bandstuktur (Lig. coraco-acromiale)
  • Glättung des knöchernen Schulterdaches

 

Arthroskopische AC-Gelenksresektion (ARAC)
Die operative Therapie der schmerzhaften AC-Gelenksarthrose besteht in der arthroskopischen Entfernung des AC-Gelenkes (ARAC). Mit einer speziellen Fräse wird das erkrankte Gelenk abgetragen ohne die oberhalb des Gelenks gelegenen stabilisierenden Bandstrukturen zu verletzen und damit eine Instabilität zu verursachen.

 
Arthroskopische Bankart OP / Kapselshift

Die operative Therapie der traumatischen Schulterinstabilität umfasst die Rekonstruktion der abgerissenen Gelenklippe (Bankart-Läsion) und der Schultergelenkskapsel. Diese Operation wird in arthroskopischer Technik mit Spezialinstrumenten durchgeführt. Dabei wird die abgerissene Gelenklippe mit  resorbierbaren Fadenankern an ihren urspünglichen Ansatz an der vorderen Gelenkpfanne befestigt und die Schulter somit erneut stabilisiert.

Zusätzlich kann bei dieser Operation eine  Raffung der zu weiten Gelenkkapsel von vorne oder hinten je nach Richtung der Luxation durchgeführt werden.

 

Arthroskopische Kalkentfernung bei Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Kommt es nach konsequenten konservativen Therapieversuchen zu keiner Besserung der Beschwerden sollte das Kalkdepot als Verursacher der Beschwerden durch eine arthroskopische Operation entfernt werden. Im Anschluß an die Entfernung des häufig chronisch entzündeten Schleimbeutels wird das Kalkdepot unter arthroskopischer Sicht aufgesucht und ausgeräumt.

Arthroskopisches Kapselrelease bei Schultersteife (frozen shoulder)

Eine arthroskopisches Kapselrelease angezeigt, wenn eine Bewegungseinschränkung der Schulter aus beruflichen oder privaten Gründen nicht über den monatelangen Zeitraum des natürlichen Verlaufes der Krankheit toleriert werden kann. In arthroskopischer Technik wird zum einen die massiv entzündete Gelenkschleimhaut entfernt um die Schmerzen zu lindern. Zum anderen wird eine Lösung der verklebten Schultergelenkskapsel mit thermokoagulierenden Instrumenten durchgeführt um die Beweglichkeit wiederherzustellen. Für 5 Tage wird der Patient zusätzlich mit einem Schmerzkatheder versorgt um eine schmerzfreie Beübung des Schultergelenkes zu gewährleisten.